
ROTTER Wintergärten
Am Heidering 9
16515 Oranienburg
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Wer einmal in den feuchten Tropen weilte, kennt den Quantensprung in der Vegetation. Wer möchte nicht deren ´Highlights´ in unser vergleichsweise erbärmliches Klima hinüber retten, herrschen doch einem Bonmot zufolge in Mitteleuropa "8 Monate Winter und 4 Monate kein Sommer": Der schwere, tropisch üppige Duft der Plumeria (Frangipani) nach Kokos und Marzipan, die markanten Silhouetten der verschiedenen Palmen, nicht zu vergessen das Rascheln der Bananenblätter.
Wer es sich einfach machen will, nimmt gewöhnliche Zimmerpflanzen. Nahezu alle Arten gedeihen hier bestens. Doch ist das Spektrum der möglichen Pflanzen viel, viel größer. Gänzlich zu kurz im gängigen Zierpflanzenhandel kommen die lichthungrigen blühenden Tropen- und Subtropengehölze, beispielsweise der knallrot blühende Afrikanische Tulpenbaum.
Nicht jedes Kind der Tropen gedeiht jedoch auch bei uns, sei es, dass die Pflanzen zu groß werden oder sei es, dass sie nicht blühen. Im Laufe der beiden vergangenen Dekaden haben wir in unserer Gärtnerei FLORA MEDITERRANEA Vieles getestet und so Einiges wieder verworfen. "Ausgelistet" haben wir beispielsweise den jedem Tropenreisenden bekannten Flamboyant (Delonix regia).
Der laufend zu zahlende Preis für einen durchgehend warmen Wintergarten - die höheren Heizkosten - wird durch die inzwischen phantastisch niedrigen k-Werte der Wärmeschutzgläser akzeptabler. Viele Wintergartennutzer merken erst im Laufe der Jahre: Der in der Regel nicht billige Wintergarten wird so gerne angenommen, ein nebenan gelegenes Eß- oder Wohnzimmer verwaist hingegen. So manches Kalthaus wurde im Laufe der Nutzung stillschweigend zum warmen Wintergarten befördert. Deshalb unser Rat: Wer sich hinsichtlich der Minimumtemperaturen nicht sicher ist, sollte sich für den Kompromiß des lauwarmen Wintergartens entscheiden. Die für diesen Wintergartentyp passenden Pflanzen akzeptieren auch ständig warme Wohntemperaturen.
Die Frage „Beckenpflanzung oder Aufstellung von einzelnen Kübeln?“ ist meist recht spannend. In der Regel schlägt der Architekt einen gefliesten Boden vor, wird er doch selten mit dem Wunsch nach offenen Grundbeeten konfrontiert. Viele Bauherren wünschen sich jedoch den freien, offenen Eindruck eines "Gartens unter Glas". Ganz grundsätzlich ist das Pflanzenwachstum in Beeten besser, die tägliche Pflege einfacher, leichte Fehler in der Temperaturführung und in der Bewässerung werden gepuffert. Rangieren oder Austauschen von Pflanzen ist hingegen nur noch schwer möglich.
Entsprechend des stärkeren Wachstums müssen Pflanzen in Becken häufiger geschnitten werden als solche im Einzelgefäß. Gleichwohl ist der Arbeitsaufwand bei Becken geringer, weil das ständige Überprüfen von Einzeltöpfen auf Trockenheit entfällt. Bei eingewurzelten Pflanzen reicht bei entsprechender Beckentiefe ein einwöchiger Gießturnus im Sommer, im Winter muß meist nur alle 2-3 Wochen gewässert werden. Zerbsts entschieden sich nach ihren Besichtigungstouren letztendlich für Pflanzbeete und nahmen die dann noch etwas höhere Luftfeuchte billigend in Kauf.ein... - zaubern selbst bei kleiner Grundfläche eine vielfältige Pflanzenwelt.
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